| Sternenguckerpfad |
Spaziergang in der Himmelslandschaft
Orientierung am Sternenhimmel
Alle Sterne, Planeten und Monde des nächtlichen Himmels gehören zur Milchstraße, nur der Andromedanebel ist eine andere Galaxie. Um den Überblick über die ca. 2.400 mit bloßem Auge sichtbaren Sterne zu behalten, kann man sich an bekannten Sternbildern orientieren.
Bauern- und Wetterregeln, der Hundertjährige, immerwährende Kalender
Während man sich heute auf moderne Wetterprognosen verläßt, arbeiteten unsere Vorfahren mit ihren Erfahrungen und Naturbeobachtungen, die in Form von Sprüchen und Reimen mündlich überliefert wurden: die Bauernregeln.
Der Hundertjährige Kalender ist ein kulturhistorisches Dokument. Abt Mauritius Knauer beobachtete, daß sich das Wetter mit dem großen Rhythmus der Planeten alle sieben Jahre wiederhole. Ergebnis ist ein mit Bauernregeln durchsetztes Vorhersage-system: das „calendarium oeconomicum practicum perpetuum“.
Weltbilder: Ptolemäos versus Kopernikus
Der Wandel unseres Weltbildes ist eng an Glaube und Wissen geknüpft. Während der griechische Astronom Klaudios Ptolemäos und mit ihm die Menschen in der Antike noch davon ausgingen, daß die Erde eine Scheibe im Zentrum des Universums sei, revolutionierte Kopernikus das ptolemäische Weltsystem: Die Erde sei rund und die Sonne der Mittelpunkt des Universums.
Zeitberechnungen und Kalendersysteme
Basis aller Kalender sind der Wechsel von Tag und Nacht sowie die Zu- und Abnahme des Mondes (Monate). Die Zeitspanne von Neumond zu Neumond dauert 29,5306 Tage. Bei Mondkalendern wurde daher zwischen 29 und 30 Tagen abgewechselt und mit Schalttagen gearbeitet. Der Julianische Kalender – benannt nach Julius Caesar fügt den Schalttag in den durch 4 teilbaren Jahren ein. Papst Gregor XIII setzte die Jahreslänge auf 365,2425 Tage fest. Um die Ungenauigkeit des Julianischen Kalenders von 3 Tagen auf 400 Jahren zu korrigieren, fällt bei vollen Jahrhunderten mit Ausnahme der durch 400 teilbaren der Schalttag aus. Auf diesem Gregorianischen Kalendermodell basiert unser heutiger Kalender.
Leben im Rhythmus der Natur
Der Mond beeinflußt das Leben auf der Erde in vielerlei Hinsicht, sichtbares Indiz hierfür sind z. B. Ebbe und Flut, andere Wirkungen sind umstritten, aber nicht widerlegt.
Fixsterne, Götter und Planeten Sterne sind weit entfernte Sonnen und bilden als Fixsterne am nächtlichen Himmel charakteristische Figuren: die Sternbilder. Planeten sind Wandelsterne, allerdings leuchten sie nicht selbst, sondern werden von der Sonne angestrahlt. Aufgrund ihrer Bewegung am Sternenhimmel tauchen die Planeten in der griechischen Mythologie als Götter auf.
Astrologie und Astronomie Astrologie ist die Lehre der mathematischen Erfassung von Orten und Bewegungen der Himmelskörper und deren Bedeutung für irdische Gegebenheiten und Entwicklungen. Demgegenüber ist die Astronomie die wissenschaftliche Sternenkunde.
Sonnenuhr und Tageslängen Die Sonnenuhr als astronomischer Zeitmesser, der aus der Lage eines Schattens die Ortszeit erkennen läßt, wird seit dem Altertum verwendet. In Abhängigkeit von der Schrägstellung der Erdachse variiert die Tageslänge jahreszeitlich. Urknalltheorie versus Schöpfungsgeschichte Von Aristoteles bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war man von der Unwandelbarkeit des Universums überzeugt. Spätere Astronomen entdeckten, daß sich das Universum räumlich gleichförmig ausdehnt und entwickelten daraus die Urknalltheorie, die der biblischen Schöpfungsgeschichte entgegensteht. |
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Montag, 09.06.